2019-10-12

TV-Tipp: Thema Kreidezähne am Sa., 19.10.2019

“Auf der Spur der Kreidezähne - Stehen Forscher vor dem Durchbruch?”

Im Ersten wird um 16:00 Uhr am Samstag, den 19.10.2019 ein Beitrag zum Thema Kreidezähne (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, MIH) gezeigt. Ich habe darüber bereits am 12.05.19 einen Beitrag veröffentlicht.

Der Titel der Sendung lässt darauf schließen, dass es bisher noch keinen Durchbruch gibt. Unter Verdacht sollen diese möglichen Ursachen stehen:

Veranlagung
Dioxine
Infektion mit Windpocken
Frühe Einnahme des Antibiotikums Amoxixillin
Bisphenol A (BPA)
geringer Vitamin-D-Spiegel

Ich teile hierzu mal meine eigenen Gedanken: Die Erkrankung ist relativ neu, ich selbst habe von davon erst dieses Jahr gehört. Wenn es sich um eine Veranlagung handeln sollte, frage ich mich, wo die denn plötzlich herkommen soll. Ich könnte mir hierzu nur vorstellen, dass einerseits die Umweltbelastung immer größer wird und andererseits die Versorgung mit Mineralstoffen (ausgelaugte Böden, Kunstdünger, generell mineralstoffarme Ernährung) immer schlechter wird.

Dioxine finden sich vorwiegend in tierischen Fetten - konsumieren wir vielleicht mittlerweile so viele tierische Produkte, dass die Belastung bei der Bildung des Zahnschmelzes zu groß geworden ist? Ich habe jedoch von einem Rückgang der Dioxin-Belastung gelesen. 

Infektionen mit Windpocken kann ich mir auch nicht vorstellen, die sind ja nicht neu - allerdings gibt es seit ca. 15 Jahren eine Windpocken-Impfung.

Amoxixillin ist ein Antibiotikum, welches u.a. bei Atemwegserkrankungen eingesetzt wird - ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese aufgrund eines schwachen Immunsystems häufiger entstehen und dann entsprechend behandelt werden.

Durch den hormonell wirksamen Weichmacher BPA im Kunststoff werden wir schon sehr lange belastet - auch wenn ich die Belastung bedenklich finde, kann ich mir diese nicht als Grund für MIH vorstellen. Ich habe eine Stellungnahme des Bundesamtes für Risikoforschung (BfR) gelesen, wonach dieses ebenso keinen Zusammenhang sieht. 

Mein Sohn ist jetzt 17 Jahre alt. Wenn ich mich an die Sommerurlaube innerhalb der letzten 17 Jahre in Deutschland erinnere, komme ich auf viele sonnenarme und verregnete Urlaubswochen und Sommer. Gleichzeitig galt die Empfehlung, die Haut durch Kleidung bzw. Sonnencreme vor UV-Strahlung zu schützen. Wir sind also seit sehr vielen Jahren zu wenig mit Vitamin D3, dem “Vitamin u.a. für die Knochengesundheit” versorgt. Zu wenig Vitamin D3 in der Schwangerschaft, der Stillzeit, im Kleinkindalter und danach auch noch. Ich könnte mir vorstellen, dass die Ursache wirklich im Vitamin D3-Mangel liegt, hier würde der zeitliche Zusammenhang mit der Entwicklung der Mangelversorgung passen. Gleichzeitig bekommen Säuglinge Vitamin D3 als Rachitisprophylaxe. Die Kosten, die infolge der MIH entstehen, sind extrem hoch - die Versorgung mit Vitamin D3 als Nahrungsergänzung sind dagegen extrem günstig. 

Ich glaube nicht, dass man offiziell die o.g. möglichen Ursachen für die MIH verantwortlich macht - vermutlich am ehesten die Veranlagung, eine beliebte Begründung.

Ich bin davon überzeugt, dass man nicht im Vitamin-D-Mangel die Ursache sehen wird. Das würde in der Konsequenz heißen, dass jeder im gebärfähigen Alter Vitamin D3 supplementieren müsste. Sollte es wirklich so kommen, dass man immer noch keine Ursache festmachen kann, empfehle ich eine gute Vitamin-D-Versorgung, diese ist einfach und günstig und hat ja auch ihre Funktion im Immunsystem.

Mineralstoffe.Vorbeugen.Zahngesundheit.

Admin - 18:19:59 | Kommentar hinzufügen