Prävention | Vitamin D
 
Gesundheitsberatung 

 

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2022-10-08

Falsche Gesundheitsinformationen?

Grund zur Sorge?

Seitdem ich mich mit Vitamin D beschäftige, lese ich hierüber sehr interessiert Beiträge in Zeitschriften oder im Internet und sehe auch den ein oder anderen Beitrag im Fernsehen dazu.
Ich hatte das Glück, bei eigener Recherche auf das Buch des „Vitamin-D-Arztes“ gestoßen zu sein, der sich schon sehr lange mit Vitamin D beschäftigt und auch international vernetzt ist. Es ist der Arzt, der in seiner Landarztpraxis die meisten Vitamin-D-Spiegel in Deutschland bestimmt. Es ist der Arzt, der (zumindest in den ersten Jahren) von jedem Patienten die Symptome und wie sich diese mit der Einnahme von Vitamin D verändern, dokumentiert hat. Viele dieser Dokumente, man kann auch Fallstudien sagen, waren Teil meiner Vitamin-D-Ausbildung. Das ist in meinen Augen viel mehr wert als anonyme Studien.
Eine Studie kann man so designen, dass das gewünschte Ergebnis herauskommt. 
Pharmaunternehmen geben die Studien für die Zulassung ihrer Medikamente selbst in Auftrag - am Ende spiegelt sich das auch im Produktpreis wider. Mit einem Naturprodukt wie Vitamin D lässt sich nicht sehr viel Geld verdienen, dennoch gibt es sehr viele gut designte Studien, die das Potenzial von Vitamin D aufzeigen.

Vitamin D, das Sonnenvitamin, ist für uns Menschen lebensnotwendig, es ist bestens erforscht, es gibt hervorragende Studien und positive Erfahrungen – und gleichzeitig lese und höre ich so viel Falsches rund um Vitamin D. Und das, was ich als falsch oder nicht ganz richtig erkenne, kommt beim „normalen Bürger“ als DIE Wahrheit, als DIE Wissenschaft an. In der Vergangenheit wollte man mich mit Hinweis auf einen Zeitungsartikel oder eine TV-Sendung auch schon belehren.

Anfangs fühlte ich mich immer persönlich angegriffen. Mittlerweile sehe ich das entspannt. Die Menschen möchten Sicherheit, möchten sich bestätigt wissen, nichts verändern und sie wählen die für sich passenden Menschen, denen sie vertrauen. Menschen wissen, vertrauen und glauben, wenn es um ihre Gesundheit geht – ein höchst interessanter Aspekt.

„Wie wahr sind Gesundheitsinformationen?“
Da komme ich auf die Frage, die hinter meinem Titel dieses Beitrags steht: „Wie wahr sind Gesundheitsinformationen?“
Mir ist eine Apothekenzeitschrift in die Hände gefallen, die einen Beitrag (6 Fragen an einen Arzt!) über Knochengesundheit und die Nährstoffe für gesunde Knochen enthält. Ich lese diesen Beitrag mit meinem Wissen, was auch mit meinem Vertrauen in meine zahlreichen „Lehrer“ zusammenhängt.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass grundsätzlich alle Beiträge über Vitamine, Mineralstoffe & Co. so aussehen:
Allgemeine Infos über diesen Stoff
Eine meist sehr begrenzte Aussage über die Wirkung auf unseren Körper
Ein paar Mangelsymptome
In welchen Nahrungsmitteln dieser Stoff vorkommt (ohne Angabe der Menge)
Aussagen der DGE (hiermit will man auf den Bedarf abzielen)
Die Aussage, dass in einer ausgewogenen Ernährung alles enthalten ist und man eine Nahrungsergänzung grundsätzlich nicht braucht.
Oft wird am Ende eines Beitrags noch auf eine Gefahr einer Überdosierung hingewiesen
„Eigentlich“, „Grundsätzlich“ und „wenig erforscht“ sind auch beliebte Begriffe

Man kann übrigens an der Überschrift meistens erkennen, wie das Fazit des Beitrags aussieht.

Am Ende dieser Berichte hat man teilweise sehr viel gelesen, man fühlt sich wahrscheinlich ausreichend oder sogar gut informiert. 
Da am Schluss oft eine mögliche Überdosierung und die Aussage drinsteht, dass in der Ernährung alles enthalten ist, wird man sich bestätigt fühlen und sein Verhalten nicht ändern. Man kann übrigens alles überdosieren, die Aussage ist nicht falsch. Es ist halt die Frage, bei welcher Menge fängt Überdosierung an, dies fehlt jedoch in den Berichten.

Was meistens fehlt:
Differenzierung, wer welchen Bedarf hat (Kinder, Erwachsene, Schwangere, Stillende usw.)
Hinweis auf den Bedarf von Gesunden und (chronisch) Kranken
Wie eine bedarfsdeckende Ernährung über eine Woche aussehen könnte
Der Hinweis auf Labordiagnostik, Referenz- bzw. Optimalwerte
Dosierungsbeispiele beim Mangel
Hinweis auf Literatur, Fachleute
Statistik, Hinweis auf Anzahl der Kranken, Alter und Todesfälle (bei der aktuellen C-Krankheit ist das sehr interessant)

Wenn ich lese
Hier mal meine Gedanken zu dem Artikel in der Apothekenzeitschrift, der eine positive Überschrift (s.o.) trägt.
Nährstoffe für den Knochen („Kalzium“, „Magnesium“, „bestimmte Mineralstoffe“, „Vitamine, vor allem Vitamin B und Vitamin D“, „Vitamin K2“) werden benannt, deren Liste anschließend als „nicht sonderlich lang“ beschrieben wird. Es wird darauf hingewiesen, dass, wenn bei einem dieser Komponenten ein Mangel bestehe, die Knochensubstanz Schaden nehmen kann, und die Osteoporose wird als typische Folge benannt.

Ich finde die Liste an Nährstoffen schon sehr lang, allein „Vitamin B“ umfasst 8 B-Vitamine. Bekannt ist, dass in Deutschland sehr viele an einem Vitamin D-Mangel leiden. Auf die Bildung von Vitamin D über die Sonne wird übrigens nicht eingegangen, dafür wird aber fälschlicherweise gesagt, dass Gemüse “in den allermeisten Fällen” reich an Vitamin D ist.

Auf der einen Seite wird gesagt, dass wir uns „eigentlich keinen Sorgen“ wegen eines Mangels zu machen brauchen. Andererseits wird gesagt, dass es wichtig ist, dass der Körper immer ausreichend Nährstoffe zur Verfügung hat.

Direkt im Anschluss liest man, dass man herausfinden soll, ob man denn „überhaupt einen Mangel“ hat.
Überrascht hat mich, wie man denn einen Mangel herausfinden kann: „eine Knochendichtemessung, bei der üblicherweise auch Vitamin D und K überprüft werden“. Laut Artikel wird die Knochendichtemessung einmal mit Erreichen des 60. Lebensjahres empfohlen. Zu den Hintergründen dieser Empfehlung kann ich nichts sagen, da ich sie nicht kenne. Vitamin D erstmals (und einmal?) mit 60 J. bestimmen zu lassen, sehe ich natürlich anders.

Vertrauen
Es geht bei Informationen über Gesundheitsthemen um unsere Gesundheit, warum enthalten sie so viele Fehler, warum fehlen Informationen und was ist der Sinn dahinter? Meistens stammen diese Informationen von Ärzten bzw. anderen Experten/Fachleuten, denen der Laie vertraut. Warum erfolgt die Aufklärung über Vitamin D nicht über die Vitamin-D-Experten in unserem Lande (Dr. von Helden, Dr. Spitz, Uwe Gröber oder andere Fachleute, die sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und mit Klienten oder Patienten arbeiten).

Neuerdings lese ich an manchen Gesundheitsbeiträgen im Internet, dass der Beitrag “qualitativ geprüft” wurde. Aus der aktuellen C-Zeit kennt man die (anonymen?) “Fakten-Checker”. Soll hier mehr Vertrauen erweckt werden als man mit Zahlen, Daten und Fakten bzw. Statistiken und Studien belegen kann?

Vertrauen.Ist.Gut.

Wie ist deine Meinung zu dem Thema? Du kannst mir gerne hier, per E-Mail oder in Instagram antworten. 

Seit Jahresanfang bin ich relativ regelmäßig in Instagram (Storys) aktiv. 

Admin - 09:21:12 | Kommentar hinzufügen

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